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Fördermöglichkeiten für ERP-Systeme

ERP-Systeme als Schlüssel zur digitalen Transformation

Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP-Systeme) sind heute ein zentraler Baustein für die Digitalisierung von Unternehmen. Sie ermöglichen die effiziente Steuerung von Geschäftsprozessen in Bereichen wie Einkauf, Produktion, Lagerverwaltung, Vertrieb, Personalwesen und Finanzbuchhaltung. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) profitieren von der Einführung moderner ERP-Lösungen, da diese Transparenz schaffen, Prozesse automatisieren und die Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Da die Einführung eines ERP-Systems jedoch mit erheblichen Investitionen verbunden sein kann, stellt sich für viele Unternehmen die Frage nach geeigneten Fördermöglichkeiten. In Deutschland stehen hierfür verschiedene Programme auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene zur Verfügung.

Warum ERP-Projekte gefördert werden

Die Digitalisierung gilt als wichtiger Wachstumstreiber für die deutsche Wirtschaft. Deshalb unterstützen öffentliche Fördergeber Investitionen in digitale Technologien und Geschäftsprozesse. ERP-Systeme werden häufig als förderfähige Digitalisierungsmaßnahmen anerkannt, insbesondere wenn sie:

  • Geschäftsprozesse digitalisieren oder automatisieren,
  • die Datenverfügbarkeit verbessern,
  • die IT-Sicherheit erhöhen,
  • die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen optimieren,
  • papierbasierte Prozesse ersetzen oder
    die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken.

Neben den Softwarekosten können oftmals auch Beratung, Implementierung, Schulungen und notwendige Hardware förderfähig sein.

Wichtige Förderprogramme für ERP-Systeme
1. KfW-Förderkredite

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet verschiedene Finanzierungsprogramme für Digitalisierungsprojekte an. Unternehmen können zinsgünstige Kredite nutzen, um ERP-Einführungen oder ERP-Erweiterungen zu finanzieren.

Vorteile:
  • attraktive Zinssätze,
  • lange Laufzeiten,
  • teilweise tilgungsfreie Anlaufjahre,
  • hohe Finanzierungssummen.

Diese Programme eignen sich besonders für mittelständische Unternehmen mit größeren Investitionsvorhaben.

2. Landesförderprogramme

Viele Bundesländer bieten eigene Digitalisierungsförderungen an. Die Förderbedingungen unterscheiden sich je nach Region. Häufig werden Zuschüsse für die Einführung neuer Softwarelösungen, einschließlich ERP-Systemen, gewährt.

Beispiele sind:
  • Digitalbonus Bayern,
  • Digitalisierungsförderungen in Nordrhein-Westfalen,
  • Innovations- und Digitalisierungsprogramme in Baden-Württemberg,
  • regionale Mittelstandsprogramme in weiteren Bundesländern.
  • Die Förderquoten liegen häufig zwischen 20 % und 50 % der förderfähigen Kosten.
3. EU-Förderprogramme

Für bestimmte Unternehmen und Branchen können auch Fördermittel aus europäischen Programmen infrage kommen. Besonders innovative Digitalisierungs- und Transformationsprojekte haben hier gute Chancen auf Unterstützung.

Die Beantragung erfolgt häufig über nationale oder regionale Förderstellen.

Welche Kosten sind förderfähig?

Je nach Förderprogramm können unterschiedliche Projektbestandteile berücksichtigt werden:

  • ERP-Softwarelizenzen
  • Cloud-ERP-Lösungen
  • Implementierungs- und Einführungsleistungen
  • Prozessberatung
  • Datenmigration
  • Schnittstellenentwicklung
  • Mitarbeiterschulungen
  • Hardware und Infrastruktur
  • IT-Sicherheitsmaßnahmen

Wichtig ist, dass viele Förderprogramme verlangen, dass der Antrag vor Beginn des Projekts gestellt wird.

Voraussetzungen für eine Förderung

Die genauen Anforderungen variieren je nach Programm. Typische Voraussetzungen sind:

  • Unternehmenssitz in Deutschland,
  • Einhaltung der KMU-Kriterien (bei vielen Programmen),
  • Nachweis des Digitalisierungsnutzens,
  • wirtschaftliche Tragfähigkeit des Vorhabens,
  • Projektbeginn erst nach Förderzusage oder Antragstellung.

Eine sorgfältige Projektplanung und Dokumentation erhöht die Erfolgschancen deutlich.

Tipps für eine erfolgreiche Antragstellung
  1. Frühzeitig planen: Fördermöglichkeiten sollten bereits in der Konzeptionsphase geprüft werden.
  2. Förderfähigkeit prüfen: Nicht jedes ERP-Projekt erfüllt automatisch die Voraussetzungen.
  3. Projektziele klar definieren: Der Nutzen für Digitalisierung und Effizienz sollte nachvollziehbar dargestellt werden.
  4. Angebote einholen: Viele Förderstellen verlangen detaillierte Kostenaufstellungen.
  5. Experten hinzuziehen: Fördermittelberater oder ERP-Dienstleister können bei der Antragstellung unterstützen.
Fazit

Die Einführung eines ERP-Systems ist für viele Unternehmen ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung und Zukunftssicherheit. Durch zahlreiche Förderprogramme auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene können die Investitionskosten deutlich reduziert werden. Unternehmen sollten sich frühzeitig über passende Fördermöglichkeiten informieren und die Förderanträge vor Projektbeginn stellen. Mit einer guten Planung lassen sich moderne ERP-Lösungen wirtschaftlich umsetzen und langfristige Wettbewerbsvorteile erzielen.

Erstellt von: Hornfischer solutions

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